PYE HF25 Röhrenverstärker

Ein Kunde hatte ein Paar PYE HF25 Röhrenverstärker erstanden, die er mir zur Untersuchung vorbeibrachte. Diese Verstärker aus den späten 1950er Jahren wurden im Internet angepriesen als «…absolut seltene, wunderbar klingende Röhrenendstufen, in einem guten Zustand! mit einigen, normalen leichten Gebrauchsspuren, technisch voll funktionsfähig…». Nun ja, ich gebe zu, es kam Musik raus. Der eine Monoblock hatte leider eine Tendenz zum «Motorboating» und hatte einen sehr eingeschränkten Frequenzgang. Beide Endstufen waren oberhalb des Hörbereichs instabil.

Es war von Anfang an klar, dass die Endstufe im Laufe der Zeit verschiedentlich modifiziert wurde. Zum einen wurde eine geregelte Gleichspannung für die Röhrenheizungen eingebaut und andererseits wurde eine Einschaltverzögerung für die B+ Spannung nachgerüstet. Beides sind technisch sinnvolle Anpassungen. Ich habe diese beibehalten, auch wenn sie optisch nicht so recht zu der Ausstrahlung der 60 Jahre alten Geräte passen wollen.

Weiter wurden im Zuge der früheren Modifikationen Volume-Potis in die Endstufen eingebaut. Diese bewirkten im Zusammenspiel mit den Eingangskondensatoren allerdings eine störende Filterwirkung im hörbaren Frequenzbereich. Da der Nutzen dieser Potis in den Endstufen sowieso begrenzt war, habe ich diese wieder aus der Schaltung entfernt. Auch die restliche Audio-Schaltung wurde im Laufe der Jahre neu aufgebaut. Dabei wurden teilweise leider falsche Bauteile eingesetzt, und die Schaltung war stellenweise sogar falsch verdrahtet.

Nachdem alle Fehler in der Audioschaltung gefunden und behoben waren, war kein Anflug von Oszillationen oder anderen Instabilitäten mehr zu erkennen. Die 60 Jahre alten Endstufen zeigten jetzt beeindruckende Messwerte: der Frequenzgang läuft wie mit dem Lineal gezogen von <2 Hz bis 85 kHz, und transiente Testsignale werden sehr sauber wiedergegeben.

Viel wichtiger war aber der Hörtest. Die PYE HF25 klingen sehr sauber und unangestrengt, ganz ohne «Schönfärberei» wie sie bei Röhrenverstärkern häufig anzutreffen ist. Die PYE HF25 bieten feinen Röhrenklang und gleichzeitig kontrollieren sie die Lautsprecher sehr gut. Ich hatte die PYE HF25 zum Hörtest an relativ kleinen und unempfindlichen Lautsprechern angeschlossen, die typischerweise nicht als «röhrenfreundlich» gelten – und dennoch waren die PYEs meinen Class-D Endstufen im Bass ebenbürtig.

Schade, muss ich diese beiden KT66-Endstufen wieder zurückgeben!

Röhrenvorverstärker mit 5692-Doppeltrioden

Die 6SN7-Röhren sind für ihren guten Klang und die äusserst geringen Verzerrungen bekannt. Deshalb werden diese Röhren gerne in high-end Röhrenverstärkern verwendet. Ein Kunde hat sich im TrueFi-Blog von den besonders hochwertigen 5692-Varianten der 6SN7 inspirieren lassen und hat damit eine tolle Vorstufe aufgebaut. Zur Überprüfung hat er seine Vorstufe in die HiFi-Bau-Werkstatt gebracht, wo der Aufbau getestet und stellenweise noch verbessert wurde.

Seit einigen Tagen spielt die Vorstufe in meiner «Testanlage». Sie klingt hervorragend und macht richtig Lust, meine wohlbehüteten Röhrenschätze wieder hervorzuholen!

GEC «red base» 5692 (6SN7)

GEC «red base» 5692 (6SN7)

Vorverstärker THEL VX-D

Dieser Vorvestärker beruht auf der hervorragenden high-end THEL VX-D Elektronik mit einer diskret aufgebauten MosFET-Ausgangsstufe. Die kräftige Ausgangsstufe vermeidet jegliche Beeinträchtigung des Klangs auch durch lange Kabel zum Leistungsverstärker.

THEL_PREDas Gehäuse dieser diskret aufgebauten high-end Vorstufe ist aus einem 90 mm dicken Block aus Birkenmultiplex-Holz hergestellt. Die Rückwand und Bodenplatte bestehen aus Aluplatten, die mit einer CNC-Maschine bearbeitet und graviert wurden. Die Knöpfe zur Quellenwahl und Lautstärkeregelung wurden auf einer Drehbank hergestellt.

thel_pre_volknobDie Stromversorgung ist mit Akkus aufgebaut. Im Gegensatz zu konventionell aufgebauten Netzteilen wird die Elektronik so von komplett von Störungen auf aus dem Stromnetz entkoppelt, was einen aussergewöhnlichen sauberen Klang bewirkt. Wenn der Verstärker nicht benutzt wird, werden die Akkus automatisch aufgeladen. So ist der Verstärker jederzeit einsatzbereit.

 

300B PSE Röhrenverstärker

Der 300B PSE ist ein ungewöhnlicher Monoblock-Verstärker mit zwei parallel geschalteten 300B Röhren in single-ended Konfiguration. Dies ermöglicht eine für diese Verstärkergattung üppige Leistung von 30 Watt. Anstelle der Standard-300B können auch zwei 32B-Röhren verwendet werden, um die Leistung weiter auf 40 Watt zu erhöhen. Damit laufen auch «normale» Lautsprecher zur Höchstform auf!

Detaillierte technische Beschreibung als PDF-Datei (englisch).

300B_PSE

 

Röhrenverstärker Quad II

Wenn es so etwas wie eine Röhrenverstärker-Legende gibt, dann ist das der gute alte Quad II Röhrenverstärker von 1953!

quadII_hiba

Diese Quad II wurden behutsam restauriert, damit sie wieder wie neu klingen und auch so aussehen. Dabei wurden nur die Original-Röhren GEC KT66, GZ32, and EF86 verwendet («new-old-stock», NOS). Ausgetrocknete Kondensatoren wurden mit neuen, baugleichen Typen ersetzt. Weiter wurden die Gehäuse, Trafos, und Typenschilder neu lackiert und zeigen jetzt wieder die volle Ausstrahlung dieser Klassiker!